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Peter Thomann – FOCUS INFINITI

Analoge s/w Fotografien

„Focus Infiniti“ – Die Eppendorfer Entrées

Der Fotograf Peter Thomann war jahrzehntelang als festangestellter Fotograf für den Stern auf der ganzen Welt unterwegs. Heute fragt er sich, frei nach Johann Wolfgang von Goethe: “Warum in die Ferne schweifen, wenn das Erstaunliche liegt so nah“.

Und so begann er in seiner direkten Nachbarschaft die einmalig schönen Jugendstil – Hauseingänge des Hamburger Stadtteils Eppendorf zu fotografieren. Faszinierende Perspektiven, mit dem „Blick ins Unendliche“, entdeckte er in den sich gegenüberliegenden, mit Stuck verzierten Spiegeln.

Die Bildserie dieser Ausstellung entstand im Herzen von Eppendorf in unmittelbarer Umgebung der Galerie, sozusagen „vor Ort“ : Im Schrammsweg, Isestraße, Woldsenweg, Hegestraße, Oderfelderstraße, Loogestieg und dem Jungfrauenthal, um nur einige zu nennen.

Für seine fotografische Arbeit erhielt Peter Thomann mehrere Auszeichnungen, darunter drei World Press Photo Awards. Sie wurden in Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt und befinden sich in internationalen Sammlungen und Museen.


Ausstellung vom 24. März – 15. April 2017

Ulrike Stolte / Susanne Bürger

ULRIKE STOLTE

Grafiken, Textile Bilder und Objekte

Die wachsende Natur ist Ulrike Stoltes Vorbild und direkter Auslöser ihres künstlerischen Schaffens. Flora und Fauna mit ihrer Vielfalt an Formen, Farben, Strukturen, Mustern, Flächen, Volumen und die unendlich scheinenden Kombinationsmöglichkeiten motivieren sie, das Gesehene in eigene Bildwelten zu interpretieren und die Formen wieder zu verselbständigen, wie es die Natur vorgibt.

In erster Linie geht es ihr um das Verknüpfen, das Verbinden und Vernetzen von organischen fließenden Formen – sowohl in der Zweidimensionalität als auch im realen Raum. Ausgangspunkt sind für sie äußere Struktur, die Kontur oder Hülle der biologischen Elemente. Zentrales Material ist Textil, welches in seiner stofflichen Eigenschaft eine lebendige Haut für sie darstellt und ihr hilft, Formen auszukleiden oder sie im realen Raum zu Hüllen wachsen zu lassen.

Ihr Experimentierfeld erstreckt sich von Grafiken über malerisch-grafische Stoffapplikationen bis hin zu raumgreifenden, textilen Objekten und Installationen im öffentlichen Raum. Hierbei fließen Zitate aus den Bereichen Biologie, Musik, Mode, Kultur und Printmedien mit ein.

Ulrike Stolte (*1980 in Rüdersdorf, Deutschland) erlangte 2006 ihr Diplom für Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und war anschließend zwei Jahre Meisterschülerin bei Prof. Ralf Kerbach. Während ihrer Studienzeit reiste Stolte zu Akademie-Aufenthalten nach Australien und London und bekam 2005 ein Stipendium an der renommierten Accademia di Belle Arti di Brera in Mailand. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin und nimmt regelmäßig an internationalen Ausstellungen und Kunstmessen teil.

SUSANNE BÜRGER

Kreisbilder und Zeichnungen

Susanne Bürgers künstlerische Arbeiten kreisen um  Themen der Wahrnehmung – was können Bilder bewirken und wie können sie wirken – Schönheit und Vergänglichkeit, Erinnerung und Neukonstruktion.

Bücher sind ihre ständigen Begleiter. Sie sammelt darin, was ihr begegnet, zoomt oder dekonstruiert Gesehenes und entwickelt es malerisch weiter. Sie zeichnet, malt, fotografiert oder druckt in Serien:  Wieder- holung und Veränderung, dazwischen viel Raum.

Sie malt Kreisbilder aus Holz bestehend aus zwei Halbkreisen. Durch Farbe werden die Holzmaserungen verstärkt  und mit monochromen Halbkreisen kontrastiert.  Der spielerische Umgang mit den Halbkreisen und Kreisen eröffnet dem Betrachter in einer Wand- oder Bodeninstallation oder als einzelnes Kreisbild unterschiedliche Stimmungsräume.

Susanne Bürger lebt als  Malerin und Kunsttherapeutin in Hamburg. Sie hat Literaturwissenschaft (MA) in Göttingen studiert sowie Malerei im Kontaktstudiengang der Fachhochschule für Kunst- und Gestaltung Hamburg. Sie hat eine kunsttherapeutische Ausbildung (APAKT) und begleitet Menschen in Heilungs- und Veränderungsprozessen auf kreative Weise.


Vernissage am 9. Februar von 18 – 21 Uhr

Ausstellung vom 10. Februar bis 4. März 2017

Roland Liedke – Die bewegten Bilder – Fotografien

LANZAROTE EN MOVIMIENTO


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Roland Liedke ist ein Hamburger Fotograf der in seinem Studio am Hafen vornehmlich in der Werbung tätig ist. Sein fotografischer Schwerpunkt ist das Umsetzen von Eindrücken und Stimmungen in fotografische, an Malerei erinnernde Welten. Die spanische Insel Lanzarote ist dabei für ihn Inspiration und Bühne gleichermassen, hier entstehen Werke von besonderer Ästhetik und Harmonie.

Von seiner letzten Reise nach Lanzarote 2016 hat er eine Reihe sehr eigenständiger Fotografien mitgebracht, die BEWEGTEN BILDER – LANZAROTE EN MOVIMIENTO. Die Motive sind durch die Technik der bewussten Kamerabewegung stark verdichtet und auf das Wesentliche reduziert und abstrahiert. Farben und Linien treten in den Vordergrund und erfühlen auf eine besondere Art die Insel in ihrer Einzigartigkeit.

Die Ausstellung zeigt großformatige limitierte Aufnahmen auf Alu-Dibond hinter Acrylglas.


Vernissage:  1. Dezember von 18 – 21 Uhr
Ausstellung:  2. Dezember 2016 – 28. Januar 2017

Wegen der guten Resonanz ist die Ausstellung verlängert worden.

Öffnungszeiten:  Di/Mi/Fr von 14 – 18 Uhr, Do von 14 – 20 Uhr, Sa von 11 – 16 Uhr.


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playa bermeja, 120 x 80 cm, 2016

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haría privado, 120 x 80 cm, 2016

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calzada solitaria, 120 x 80 cm, 2016

Cora der Lang, Frankie Gao – LIFE IS ELSEWHERE, TOO

„Life is Elsewhere, too“


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Cora de Lang


“ Tief in unserem Inneren haben wir alle Sehnsucht nach der großen weiten Welt. “ Cora de Lang

Cora de Lang wurde in Buenos Aires, Argentinien geboren, wo sie am Kunstcollege “Manuel Belgrano” Bildende Kunst studierte. Schon als Mädchen saß sie stundenlang zeichnend und malend im Kunststudio ihres berühmten Onkels, des  argentinischen Bildhauers Ruben Locaso. Dort entschied sie mit 15 Jahren, fortan alle ihre Werke mit “Korah” zu unterzeichnen.

Während der letzten Diktatur, dem sog. Proceso de Reorganización Nacional, verließ sie 1980 Buenos Aires, lebte erst in Deutschland, dann in Indien, Nigeria, Mexiko, Spanien und Sri Lanka. Überall war sie als freischaffende Künstlerin tätig, tauchte in die jeweilige Kunstszene ein und arbeitete sowohl in analogen als auch in digitalen Medien in Form von Video, Skulptur und Malerei, Objektkunst, Installation sowie in Online-Kunstprojekten.

Ihre Arbeiten befinden sich in Sammlungen in 26 Ländern. Kunstkritikern zufolge prägen vor allem magischer Realismus und Transkulturalität ihr Werk.. Neben Katalogen eigener Ausstellungen, dem Internet und zahllosen Kunstkritiken in der internationalen Presse, dokumentieren kulturenübergreifende Kataloge wie “Zeitgenössische Kunst in Nigeria & Ghana” oder “Global Village” ihre künstlerische Arbeit. Zur Zeit pendelt sie zwischen Spanien und Deutschland, wo sie in ihrem Atelier in Haag an der Amper arbeitet.

Die Ausstellung zeigt ihre farbenfrohen, zu dichten surrealen Mustern verwobenen Werke, die voller Symbolik, Mystik und sprühender Energie ein Fenster in die interkulturelle Welt der vier Kontinente öffnen, auf denen Cora de Lang lebt und arbeitet: Afrika, Amerika, Europa und Asien.

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Frankie Gao


„Das Universum an das ich glaube kann nicht mit unseren gesundem Menschenverstand erklärt oder interpretiert werden. Es hat nur wenig mit den irdischen Dingen zu tun, die uns hier umgeben. Und am Ende wird kein einziges menschliches Leben Spuren in dieser Welt hinterlassen.

Verglichen mit der unendlichen Weite des Universums sind wir nicht mehr als ein Staubkorn. Aber hier sind wir, wir kämpfen und streiten für ein besseres Leben, wer Recht und Unrecht hat, wir verbrauchen dabei alle unsere Ressourcen und verbringen unsere Zeit mit uns emotional fremden Menschen, nur um uns selber nicht einsam zu fühlen. Wenn wir dann von dieser Welt gehen, verliert alles an Bedeutung.

Dies sind die Gedanken, die mich bewegen, wenn ich arbeite. Das ist auch der Moment, in dem ich die materiellen Aspekte des Lebens hinter mir lasse und ich mir in aller Stille meine eigene Welt baue und in ihr schwelgen kann.“  Frankie Gao

Frankie Gao ist bildende Künstlerin aus Beijing, China, die zur Zeit in Hamburg lebt und arbeitet. 2008 hat sie ihren MA – Master of Arts  für Chinesische Tuschemalerei an der Hochschule für Bildende Künste der Capital Normal University in Peking erlangt. Im gleichen Jahr startete Sie ihr Master of Fine Arts-Programm für Malerei am Frank Mohr Institute in den Niederlanden und schloss dieses erfolgreich im Jahr 2010 ab. Sie machte seitdem Europa zu ihrer zweiten Heimat.

Ihre Arbeiten sind inspiriert und komponiert rund um Themen der Astronomie, der Natur sowie Science-Fiction Filme. So wie sich die Raumsonden im Universum bewegen, immer auf Erkundung und der Suche nach Fortschritt, kreisen ihre Gedanken um die Fragen: Ist Illusion authentisch? Basiert unsere Welt einfach auf Vergessen? Ist alles Schicksal oder doch nur Zufall?


„Life is Elsewhere, too“ – Cora de Lang und Frankie Gao

Die Ausstellung zeigt Malereien, Zeichnungen und Collagen der beiden international arbeitenden Künstlerinnen.


Vernissage: 3. November 18 – 21 Uhr

Ausstellung: 4. – 26. November 2016

BERLINKOLORIT – Jakob Roepke, Catherine Bourdon, Thomas Brüggemann, Silke Bartsch

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Das ist die Berliner Luft, Luft, Luft …
Es mag nicht nur an der Luft liegen, dass Berlin Künstler aus aller Welt wie ein Magnet anzieht. Heute scheint Berlin zu boomen wie in den 1920er Jahren.

Die Mehrzahl der heute dort verwurzelten Künstler strömte nach dem Mauerfall in die neue Hauptstadt, die wie aus einem langanhaltenden Dornröschenschlaf wiederzuerwachen schien. Künstler(innen) haben diese Stadt im Werden in eine kreative und unkonventionelle Metropole und zu einem international beachteten Kunstzentrum verwandelt.

Da nicht jeder einen Koffer in Berlin haben kann, haben sich vier von ihnen auf den Weg nach Hamburg gemacht, um ihre Arbeit zu präsentieren. Den Berliner Malern ist gemeinsam, dass sie alle ein Kolorit von ungewöhnlichen Farbzusammenstellungen und Farbtönen verwenden. Die verschiedenen Töne dieses Berliner Kolorits werden nun erstmalig in Hamburg zu sehen sein.


Jakob Roepke

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“ Seit  1996 arbeitet Jakob Roepke an seiner Serie kleinformatiger Bildtafeln, von denen seitdem fast 1300 entstanden sind. Die Tafeln sind in grösseren Gruppen zusammengestellt, und wirken und erklären sich dadurch aus Kontext und Variation. Jakob Roepkes Bildtafeln verstehen sich somit als Teil eines Rhizoms oder Netzwerks von Bildern.

Die akribisch mit Gouache, Tusche und Papier gefertigten Tafeln zeigen wiederkehrende und variierende Motive, Situationen und Themen, oft versehen mit enigmatisch anmutenden Attributen und Symbolen. Jakob Roepkes, an Max Ernst und Hieronymus Bosch erinnernden Darstellungen absurder und traumhafter Situationen eröffnen Assoziationsfelder und Deutungsmöglichkeiten im Sinne von Sprichwörtern, Psychogrammen und Darstellungen von sozialer Interaktion,  damit sind die Bilder auch Darstellungen von möglichen inneren Einstellungen, „attitudes“ , zur Welt. Wie  in Brueghels Gemälden holländischer Sprichwörter oder in Goyas Caprichos zeigen sie uns die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des menschlichen Daseins. “  Merle Eisenberg, 2013


Catherine Bourdon

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In der Rolle des Zeitzeugen dokumentiert Catherine Bourdon ihren Alltag und verarbeitet die Bilder- und Informationsflut, die uns umgibt. Ihre Themen sind keine narrative Konstruktion und bleiben banal – Urlaubsfotos, Schnappschüsse oder aus dem klassischem Repertoire der Kunstgeschichte entnommen. Das Sujet ist der Anlass für die Farbe. Die Materie wird zum Sujet.

Da sie ihre Farben und Bindemittel selber herstellt, spielt der Entstehungsprozess eine zentrale Rolle, der auch sichtbar bleiben soll und mit dem Sujet um den Vorrang ringt. Farbmasse geschmiert, getropft, dick, dünn, glänzend oder matt aufgetragen. Der spontane Gestus des Action-Painter steht gleichgestellt neben einer manieristisch gemalten Figur und dem Benutzen von Sprayer-Schablonen. Leinwand und Sujet sind die Spielwiese für neue Experimente und Spieltrieb innerhalb ihrer Recherche.


Thomas Brüggemann

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In einer Art ‚Selbst-Versuch’ oder ‚abstraktem Tagebuch’ untersucht Thomas Brüggemann die Frage: Wie funktioniert der kreative Prozess im Gehirn und welche Rolle spielt dabei die Erinnerung? In welchem Verhältnis steht das schon Gesehene zum Ungesehenen, dem Neuen? Was ist Malerei?

Bei jedem Bild versucht er so leer, offen und unfokussiert wie möglich zu sein – um dann mit der ersten Linie, der ersten Form oder Farbe den kreativen Prozess in Gang zu setzen. In jeder Arbeit sucht er eine eigene Bild-Logik, um sie dann so spielerisch wie möglich voran zu treiben. Nach der ersten, möglichst spontanen Handlung, kann sich dieser Prozess von Aktion und Reflektion über Monate fortsetzen. Das jeweilige Motiv entwickelt sich aus dem Dialog mit dem Bild.

Thomas Brüggemann arbeitet mit Öl- Farben auf Papier, häufig auf einem Din A4 Format. So entstehen kleinere und größere Bilder-Gruppen. Die einzelnen Bilder sind autonom, haben aber gleichzeitig einen starken Bezug zu einander.
Diese Beziehung der Bilder untereinander ist ein wichtiger Aspekt seiner Malerei. Die Bilder kommentieren, widersprechen oder bestätigen sich und bilden so ein komplexes Geflecht aus Erinnerung und Innovation.


Silke Bartsch

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Die Bilder von Silke Bartsch sind abstrakte Architekturgebilde. Ausgangspunkt ihrer Inspiration sind aber meist konkrete räumliche Situationen wie eine Waldhütte, ein Zelt oder ein Käfig. Diese entwickelt sie zu Orten und Nicht-Orten, die ineinander greifen und neue Assoziationsräume entstehen lassen.

Auf diese Weise spielt die Künstlerin mit den Grenzen zwischen dem Gegenständlichen und dem Konstruktivischen. Die verwendeten, geometrischen Farbflächen gleichen visuell gemalten Scherenschnitten, Schablonen bzw. Collagen und verlieren sich in ihrer Komposition in dreidimensionaler Tiefe und abstrakten Motiven.


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Vernissage: 30. September 18 – 21 Uhr

Ausstellung: 1. – 15. Oktober 2016

WEISS PAPERS – Anja Sieber

 

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Weiss Papers – Anja Sieber

Vernissage 1. September von 18 – 21 Uhr

Ausstellung 2. – 24. September 2016

Live-Performances am 17. September um 11:30, 14:30 und 15:30 Uhr 

Anja Sieber interessiert sich für die Kommunikation der Menschen untereinander, übereinander, miteinander. Sie überträgt Literatur und Worte, „die sie hört“, in handgeschriebene, sich bunt überlappende Liniengeflechte. In einem neuartigen Verfahren experimentiert sie mit ihren „Texthäuten“. Nicht nur das Wort wird in Gestus transformiert, auch das als Bildträger verwendete Papier erfährt durch die vehemente Bearbeitung während des Schaffensprozesses eine materielle Metamorphose. Sie arbeitet performativ-interdisziplinär (Malerei, Zeichnung, Sprache) im Raum.

Anlässlich des 2016 in Berlin eingeleiteten Peter-Weiss-Jahres zum 100. Geburtstag des Schriftstellers greift Sieber für ihre Ausstellung in den Kunstzimmern Eppendorf die Idee der temporären, prozesshaften Rauminstallation wieder auf, die sie 2011 für den open]art[space in Potsdam – als Hommage an den berühmten Sohn dieser Stadt – und seine Romantrilogie „Ästhetik des Widerstands“ realisierte:

Damals verwebte sie in einer leerstehenden, ehemaligen Brauerei innerhalb von fünf Tagen durch ununterbrochene Live-Performances ein dichtes Netz aus drahtigen Mitschriften des „ÄdW“-Hörbuches, die sich durch den ganzen Raum spannten und malerische Objekte zu einigen – vorherig dazu im eigenen Atelier entstandenen – literarischen Textpassagen umhüllten.

Für die „Weiss Papers“ lässt sich Anja Sieber wieder auf eine prozesshafte Entstehung ihrer Werke ein. Einen Monat lang wird sie direkt vor Ort ihre Arbeitsgänge bewusst de- und rekonstruieren – und ihre Methode umkehren: das (fast) weiße Blatt zerreißen, zerknüllen, pressen, Formen daraus bilden, Materialien in Einzelteile zerlegen, sie exponieren, kombinieren, um inmitten dieses Geschehens Korrespondenzen aufzuspüren und wieder zu den früheren Arbeiten, zur eigenen Herangehensweise zurückzufinden. Identität hinterfragend nähert sich die Künstlerin so erneut dem Weltliteraten.

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Anja Sieber, geb. 1964 in Offenbach/M., Magistra phil. Romanistik/Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Verlegerin.

2008–2013 Studium an der Akademie für Malerei Berlin (Ernennung zur Meisterschülerin von Ute Wöllmann). 1980–1986 intensive Beschäftigung mit Zeichnung und Malerei. Längere Aufenthalte in Lissabon (Faculdade de Letras), Lyon (Institut Lumière), 5 Jahre in Paris (als Filmkritikerin). Verbrachte 17 Jahre in Berlin (Ausbildung zur Online-Redakteurin).

Seit 2015 lebt und arbeitet sie in Hamburg. 2012–2014 Mitproduzentin der Galerie ROOT am Savignyplatz, Berlin. Seit 2013 vertreten von der Galerie pack of patches, Jena, Galería Art Nou Mil.lenni, Barcelona, seit 2016 von AHC Projects, Hamburg. Aufgenommen in die Sammlung ElephanArt, Zürich, präsentiert auf internationalen Kunstmessen wie Miami River Art Fair, Art Beijing, art KARLSRUHE, Kunst Zürich, PREVIEW BERLIN.


Live-Performances Anja Sieber

Termin: 17. September um 11:30, 14:30 und 15:30 Uhr in der Galerie

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Die weiße Wand, das leere Blatt, vor ihr auf dem Boden: ein Haufwerk durchsichtiger, hautähnlicher Papiere. Rings. Zusammengedrängt. Brocken. Augenlöcher. Hand. Kurzsichtige. Schriftzeichen. Anja Sieber reagiert in den Performances live auf laut ausgesprochene Worte des Autors Peter Weiss und heftet Schriftstücke, nach dem verlorenen Sinn suchend, in einer gewissen Ordnung so an die Wand, dass sie im Raum korrespondieren. Es ist ein Spiel mit Schrift, Sprache, Literatur und Kunst, durch das sich die Ausstellung temporär verändert.

LIVE-PERFORMANCES am 17. 09.

Einladung zu den Live-Performances der Künstlerin Anja Sieber im Rahmen der Ausstellung „WEISS PAPERS“

17. September um 11:30, 14:30 und 15:30 Uhr in der Galerie

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Die weiße Wand, das leere Blatt, vor ihr auf dem Boden: ein Haufwerk durchsichtiger, hautähnlicher Papiere. Rings. Zusammengedrängt. Brocken. Augenlöcher. Hand. Kurzsichtige. Schriftzeichen. Anja Sieber reagiert in den Performances live auf laut ausgesprochene Worte des Autors Peter Weiss und heftet Schriftstücke, nach dem verlorenen Sinn suchend, in einer gewissen Ordnung so an die Wand, dass sie im Raum korrespondieren. Es ist ein Spiel mit Schrift, Sprache, Literatur und Kunst, durch das sich die Ausstellung temporär verändert.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

TERRITOIRES IMAGINAIRES – Nadège Druzkowski

Nadège Druzkowski
9. Juni – 2. Juli 2016

Die Künstlerin Nadège Druzkowski lebt in Lyon und Glasgow. In ihren Malereien, Zeichnungen, Holzschnitten und Videoarbeiten erforscht sie Konzepte wie Gedächtnis, Zeit und Abwesenheit. Sie bewegt sich dabei stets entlang der prekären Grenze zwischen Realität und Illusion, durch eine Welt, in der sich die Zeit in einem traumähnlichen Universum auflöst.

Die Ausstellung „Territoires Imaginaires“ ist eine Reise zu den Ursprüngen des Denkens und eine Einladung durch lebendige und bewegte Landschaften zu wandeln. Die Arbeiten auf Papier erforschen diese unterschiedlichen Ebenen. Sie legen geologische Schichten frei, folgen Flüssen, Strömungen und Gehirnwindungen. Sie erschaffen eine Kartographie, die uns innere Landschaften eröffnet und erfahrbar macht.

Spielerisch verflüssigt sie ihre Materialien, färbt die verborgenen Fältchen und Nervenbahnen von Blättern und Pflanzen mit Tinte und Malfarbe, folgt den feinsten, teils sogar unsichtbaren Verästelungen, um dann alle Ebenen untereinander zu verbinden. Es entstehen Landschaften, die zwischen physischen und psychischen Gebieten zu verorten sind.

Zeitgleich zur Ausstellung wurde der Kurzfilm „Eine Wüste im Herzen der Welt“ („Un Désert au Cœur du Monde“) gezeigt. Der Film folgt den Spuren der Mönche in der Umgebung der Grande Chartreuse in Frankreich, der Wiege des Mönchsordens der Kartäuser, die diese im Laufe von fast eintausend Jahren in der Landschaft hinterlassen haben. Das kollektive Gedächtnis einer Landschaft, die die Erinnerungen von Jahrhunderten in sich trägt, wird hier als imaginärer, träumerischer Raum erfahrbar, in dem menschliche und pflanzliche Zeitspannen miteinander verschmelzen.

Vorschau zur Ausstellung

VON UNTERWEGS – Katalin Meixner, Dominik von Boettinger, Dörte Meichsner

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21. April bis zum 28. Mai 2016 – „Von Unterwegs“

Aus der Ferne zurück, mit den Steinen des Pfades, den Linien des Horizontes und den Farben des Himmels.

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Katalin Meixner

Malerei und Grafik

Katalin Meixner zeigt Malereien und Grafiken die sich mit der Mythologie Islands beschäftigen. In ihren Welten der Modernen Elfen weht eine ätherisch luftige Eleganz, Bäume tanzen, Figuren spazieren in märchenhaft abstrakten Wäldern und  in einer grossen Installation aus Federn spürt man einen Flügelschlag.

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Dominik von Boettinger

Skulpturen

Die von Dominik von Boettinger mitgebrachten Fundstücke seiner Reisen haben einen eigenen strukturellen Klang und Energie und sie bekommen durch die künstlerische Weiterbearbeitung eine neue Beziehung zum Raum und behalten dennoch eine Verbindung zur ursprünglichen kulturellen Herkunft.

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Dörte Meichsner

Malerei, Zeichnung, Collage

Symphonien von Strichen und Linien, sich wiederholenden und neu entstehenden Mustern und Strukturen – so wirken die Papierarbeiten Dörte Meichsners auf den Betrachter. Gezeigt werden außerdem  Collagen, die von einem längeren Aufenthalt in einem arabischen Land geprägt sind.

ERÖFFNUNG DER KUNSTZIMMER EPPENDORF am 31. März 2016

ERÖFFNUNG DER KUNSTZIMMER EPPENDORF
31. März 2016

Mit einem spannend inszenierten Opening haben die Kunstzimmer Eppendorf am 31. März unter dem Thema „Sprechende Wände“ eröffnet:

„Eine Wohnung im Stadtteil Eppendorf; Klänge, Malereien, Illustrationen und Collagen empfangen den Besucher. In jedem der Zimmer das Ergebnis eines anderen Künstlers. Die neu eröffneten „Kunstzimmer“ im Schrammsweg bieten nicht nur Raum für Galerien, sondern außerdem für Ateliers und Kunstkurse. Ein Ort für Künstler sowie Kunstsuchende.

Zum Auftakt durchdringt das Ergebnis von Kalle Spielvogels Klangin­stallationen jeden der Räume. Ist es Vogelgezwitscher? Die Eröffnung ist so gut besucht, dass das Lauschen schwerfällt. Im ersten der „Zimmer“ begegnet man dem Werk von Katalin Meixner: rechts Malereien von Felsen im Meer, links das Arrangement echter Fischhäute vor einer Videoleinwand. Am Strand gesammelte Müllstücke prangern die Vermüllung der Ozeane an. Im nächsten, Wohnzimmer-ähnlichen Raum hängen liebevolle minimalistischen Zeichnungen, die die Vorstellungskraft des Betrachters herausfordern. Weiter hinten präsentiert „Kunstzimmer“-Leiterin Dörte Meichsner ihre eigene Kunst, die von Eindrücken eines längeren Aufenthaltes in Katar beeinflusst sind.“

www.abendblatt.de